Mit entspannter, verlängerter Hüftbeugemuskulatur zum stabilen Hüftgelenk mit aufgerichtetem Becken

Aufgerichtete Menschen sind Vorbilder, auch im übertragenen Sinn. Das Becken wird heutzutage aber gerne unkontrolliert nach vorne rotiert gehalten/getragen, was einer Hohlposition der Lendenwirbelsäule, ein Streckdefizit im Hüftgelenk und eine Verkürzung der Hüftbeugemuskulatur (M. Iliopsoas) zur Folge hat.

Um trotz Zweibeinstand stabil zu bleiben, greift die Natur auf das universelle Prinzip der spiraligen Verschraubung zurück. Knochen, Bänder und Muskeln sind so angelegt, dass sie den Oberschenkelkopf im Moment der vollen Streckung im Hüftgelenk fest in die Hüftpfanne hineinschrauben und stabilisieren. Die Beinmuskeln können so ihre volle Kraft entwickeln, ohne Risiko auf Verletzungen.

Ist die Hüftstreckung eingeschränkt, zum Beispiel durch Verkürzungen der Hüftbeugemuskulatur, ist diese stabile Verschraubung der Hüfte nicht gewährleistet. Der Oberschenkelkopf wird somit nicht fest in die Hüftpfanne hineingeschraubt und ist nicht stabil verankert. Die Folge ist ein übermässiger Verschleiss der Knorpelschichten und ein erhöhtes Risiko auf Hüftarthrose.

Mit folgender Übung können Sie vorbeugen, dass die Hüftbeugemuskulatur nicht verkürzt und sich sogar entspannen und verlängern lässt. Achten Sie genau auf die korrekte Ausführung und vermeiden Sie, dass das Becken nach vorne rotiert und Sie ins Hohlkreuz geraten!

Wenn Sie diese Übung dreimal wöchentlich 3×20 Sekunden machen, werden Sie merken, dass das Becken sich leichter aufrichten lässt und die Stabilität in der Hüfte zunimmt. Viel Erfolg!